Thomas Jänsch - Triathlon


Spreewald Duathlon 2014


Spreewald Duathlon 2014


Der 19. Spreewald Duathlon am 17.5.2014 über 19km Lauf, 88km Rad und 5km Lauf war für mich ein weiterer Vorbereitungswettkampf auf den Saisonhöhepunkt. In der Woche zuvor stand die Regeneration vom vorangegangenen Trainingsblock im Vordergrund.  Allerdings bekam ich am Dienstag zuvor beim Training für das Mannschaftszeitfahren im Rossauer Wald trotz Anstrengung den Puls nicht hoch und konnte meinen Jungs nicht folgen. So hoffte ich, dass ich noch in halbwegs passablen Zustand für den Wettkampf gekommen bin.

Kurz nach 11.00 Uhr fiel der Startschuss. Nach einem kurzen Stück auf Asphalt führte die Strecke auf Waldwege. Zum Beginn des Laufes fühlte ich mich gut, ging allerdings etwas zu schnell an. So wurde es nach paar Kilometern etwas langsamer. Die erste Verpflegungsstation nach 2,5km ließ ich aus. Dann folgten nur noch zwei Stationen an denen Wasserbecher gereicht wurden. Das war für mich zu wenig. Im letzten Laufdrittel bekam ich Durst und machte mir schon Gedanken über das Radfahren. Insgesamt war ich mit der Laufleistung im ersten Abschnitt zufrieden, den ich in 1:1818 absolvierte.

Mit den ersten Tritten auf dem Rad hatte ich schon den ersten Krampf in der Wade. Von den vier zu fahrenden Runden zu je 22km bestand die erste Runde aus abwechselnden Krämpfen zwischen rechter und linker Wade. In dieser Phase zweifelte ich schon, ob ich das Rennen beenden würde. Ich trank viel. Drei Flaschen mit kohlenhydratreichen Getränk und Salz hatte ich geladen. Normal sollte das für reichlich zwei Stunden ausreichen. Davon hatte ich nach der ersten Runde eine Flasche leer. Mehr davon trinken geht auch nicht, da sonst die Gefahr von Magenproblemen steigt.  Nach jeder Runde sollte es einen Verpflegungspunkt geben, wo Wasserflaschen gereicht werden. Eine Schubkarre mit Wasserflaschen stand auch da, aber niemand der sie reichte. Ich kam also nicht zu Wasser. Die zweite Runde war etwas besser als die erste, jedoch fuhr ich ständig am Krampf, welche auch ab und an zuschlugen. Allein die Erschütterung aus einer Bodenwelle löste Wadenkrämpfe aus. Ich sehnte mich nach einer Wasserflasche. Zum Glück gab es die zum Ende der zweiten Runde. Sofort trank ich die Flasche halbleer. Die dritte Runde fuhr sich unter diesen Umständen noch halbwegs passabel. In Runde zwei holte ich einen Athleten ein. Mit Ihm und noch einem weiteren Athleten bildeten wir eine Dreiergruppe für die letzten beiden Runden. Wir fuhren mit regelkonformen Abstand. Es hilft schon, wenn man selbst etwas nachlässt und der andere überholt, dann reist man sich nochmal an den Riemen. In dieser Phase kann es dann auch mal passieren, dass der Abstand nicht korrekt ist. Jedenfalls bekamen meine zwei Mitstreiter eine Strafzeit aufgebrummt, wobei ich deren Fahrweise nicht als unfair eingeschätzt habe. Ab und an konnte ich mal kurzzeitig so etwas wie Druck aufbauen, allerdings meldeten sich schnell die Waden, so dass dieser Zustand nie lang andauerte. Für den Radabschnitt lag ich deutlich unter meinen Erwartungen. Es war zwar sehr windig, aber mit 2:28:45 lag ich deutlich unter meinen Erwartungen.

Der Beginn des letzten Laufabschnitts war schmerzlich, das war mehr humpeln als laufen. Im Übergang von Beinbeuger zum Gesäß hatte ich ernsthafte Beschwerden. Von den Waden war beim Laufen nichts zu spüren. Ca. 50m vor mir war einer meiner Mitfahrer, der andere hatte noch deutlich schneller gewechselt. Wie laufen fühlte es sich bei mir nicht an, aber der Abstand zum Vordermann wurde auch nicht deutlich größer.  Die Wendepunktstrecke führte 2,5km hinaus und dann den Waldweg wieder zurück. Der Abstand wurde mal klein bisschen größer, dann wieder geringer, zum Schluss waren wir da wo wir angefangen hatten. 0:23:11 dauerte die Schinderei. Beim Lauf hielt ich meine Position.

Ergebnis: 13.Gesamtrang in 4:10:14, 2.Platz AK45

So richtig weiß ich jetzt noch nicht, ob ich wieder Radfahren kann. Kommenden Samstag wird sich’s zeigen.