Thomas Jänsch - Triathlon


Schlosstriathlon Moritzburg 2014


Halbdistanz Schlosstriathlon Moritzburg 2014


Am 14.6.2014 hatte der Moritzburger Triathlonverein zum 14. Schlosstriathlon geladen. Gern wäre ich auch in diesem Jahr auf der langen Distanz gestartet. Aber 2014 hat die Deutsche Meisterschaft auf der Langstrecke in Roth für mich Priorität. Der Start über die Mitteldistanz sollte mir den Stand meiner Vorbereitung zeigen. Ein gutes Ergebnis war mir trotzdem wichtig. In den drei Wochen nach dem Spreewald Duathlon habe ich umfangreich trainiert. 14 Tage  vor Moritzburg überlastete ich mich dabei etwas und zog mir eine Sehnen- oder Muskelansatzreizung zu. Das Lauftraining fiel damit in der letzten Belastungswoche aus, dafür fuhr ich mehr Rad. In der Woche vor dem Wettkampf regenerierte ich bei geringem Umfang und Intensität. Mein Körper fuhr runter, so dass ich mich bis Donnerstag schlapp fühlte. Der Freitag vor dem Wettkampf fühlte sich dann etwas besser an.

Nach dem Startschuss ging es wie zu erwarten zügig zur Schwimmsache. Nach ungefähr einem Viertel der Schwimmstrecke zuckten meine Waden, so dass ich etwas vorsichtiger zu Werke ging. In der Vergangenheit hatte ich fast immer Krämpfe auf der Schwimmstrecke, die zum Glück in der Folge ausblieben. Ab ca. Mitte der Schwimmstrecke hatte ich mich im Komfortmodus eingepegelt. Ein Tempo das eher für die Langdistanz als die halbe Strecke geeignet war. Mit einer Zeit von reichlichen 33 Minuten für das Schwimmen war ich nicht zufrieden. Das Gute daran war, dass ich vom Gefühl her auch hätte weiterschwimmen können. Ein bisschen drückt sich das auch in einer schnellen ersten Wechselzeit aus.

Auf dem Rad merkte ich schnell, dass die nötige Spritzigkeit und Lockerheit fehlte, es kreiselte nicht. Ich konnte zwar wie gewohnt auf dem Rad Plätze gut machen, aber nicht im erhofften Maß. Der Wind wehte straff, was mir entgegen kam. In der zweiten Runde spürte ich Beschwerden in meinem Hüftgelenk, so dass ich an den Anstiegen vorsichtshalber nicht voll durchdrückte. Der Puls war in der zweiten Hälfte auch deutlich niedriger als in der ersten. Ziel war, Martin einzuholen. Wobei ich schon vorher wusste, dass das nicht einfach würde. Ich schaffte es nicht, das Martin-Gnu wollte sich nicht fangen lassen. Reichlich 2h18min sind für den Rad-Part in Ordnung, aber nicht gut genug, um den standardmäßigen Rückstand vom Schwimmen auszugleichen.

Nach einem eher langsamen Wechsel, was dem Schnürsenkel binden geschuldet war, kam ich relativ schnell in ein solides Lauftempo. Auch das Laufgefühl war in Ordnung. Beim Rundenwechsel sah ich Martin, der Abstand war gar nicht so groß. Allerdings konnte ich kaum noch Boden gut machen, er wollte sich auch auf der Laufstrecke nicht fangen lassen. Das Tempo konnte ich halbwegs konstant gestalten. Das war anspruchsvoll, aber nicht so dass es richtig wehtat. Eher so wie auf einer Langdistanz, wo man darauf wartet wann es problematisch wird. Mit reichlich 1h27min ist auch dieser Teil solide gelaufen. Weil das Martin-Gnu sich nicht fangen lassen wollte, ist er fast genauso schnell gelaufen und kam zwei Minuten vor mir ins Ziel. Eine starke Leistung. Allerdings spürt Martin kaum noch eigenes Körpergewicht, seit er die von mir seit Jahren angeratene Gewichtsreduktion in die Tat umgesetzt hat.

Fazit: Mindestziel mit 4:22:55 erreicht, allerdings in allen Disziplinen unter den selbst gesteckten Erwartungen geblieben. Ich hoffe, dass es auch an noch nicht abgeschlossener Regeneration liegt. In den nächsten drei Wochen werde ich verstärkt auf Tempo Wert legen.